Einstieg & erste Fragen

Womit fange ich bei der KI-Einführung am besten an?

6 Min.

Der richtige Startpunkt ist Ihr Alltagsprozess, der am meisten Zeit frisst und am klarsten abgegrenzt ist — zum Beispiel Rechnungsfreigabe, Terminvereinbarung oder Kontenabgleich, nicht das spektakulärste KI-Projekt.

Die Wahl des ersten Anwendungsfalls ist in der Praxis meist keine strategische, sondern eine sehr konkrete Frage — sie lässt sich anhand von drei Prüfpunkten beantworten.

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Warum sich eine kleine Idee zuerst auszahlt

Ambitionierte Projekte wie eine unternehmensweite KI-Strategie brauchen Monate an Vorbereitung und liefern lange keinen sichtbaren Nutzen.

Ein einzelner Prozess zeigt dagegen in Tagen, ob und wie KI in Ihrem Betrieb funktioniert — und liefert die Erfahrung, die jede größere Entscheidung danach erst fundiert macht.

Ein Beispiel: Terminvereinbarung vorher und nachher

Vorher: Ein Kunde ruft an oder schreibt eine E-Mail, ein Mitarbeiter prüft den Kalender, stimmt sich mit Kollegen ab und bestätigt den Termin manuell — oft mehrere Rückfragen, bis ein Termin passt.

Nachher: Ein Workflow gleicht Anfrage, Kalenderverfügbarkeit und Fahrzeiten automatisch ab und schlägt passende Termine vor; ein Mitarbeiter bestätigt nur noch den finalen Vorschlag, statt jede Abstimmung selbst zu führen.

Was nach dem ersten Prozess passiert

Ihr erster Workflow läuft auf derselben Wissensbasis, Nextise Amper, wie jeder weitere.

Jeder zusätzliche Prozess baut darauf auf — Sie bauen so Schritt für Schritt ein zusammenhängendes System auf, das Ihnen gehört, statt einzelner Insellösungen.

Woran ein erster Versuch in der Praxis oft hakt

Häufigster Stolperstein ist nicht die KI selbst, sondern uneinheitliche Ablagen, fehlende Ansprechpartner für die Freigabe oder ein Prozess, der in der Praxis weniger einheitlich abläuft als angenommen.

Ein guter erster Prozess ist deshalb einer, den eine Person klar beschreiben kann — nicht der theoretisch größte Hebel.

  1. 1

    Wiederkehrender Zeitaufwand prüfen

    Kostet der Prozess spürbar und regelmäßig Zeit — nicht nur gelegentlich?

  2. 2

    Digitale Grundlage prüfen

    Gibt es dafür bereits digitale Dokumente oder Daten wie E-Mails, Formulare oder Tabellen?

  3. 3

    Prüfbarkeit sicherstellen

    Kann eine Person in Ihrem Haus die Ergebnisse zeitnah beurteilen und freigeben?

  4. 4

    Startpunkt festlegen

    Werden alle drei Fragen mit Ja beantwortet, ist der Prozess ein guter erster Workflow.

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