KI im Mittelstand

Wie setzen Automobilzulieferer KI in Qualitätssicherung und Fertigung ein?

5 Min.

Automobilzulieferer setzen KI vor allem dort sinnvoll ein, wo große Mengen an Prüfprotokollen und Qualitätsdaten ausgewertet werden müssen — die KI unterstützt bei der Zusammenfassung und Priorisierung von Abweichungen, die endgültige Freigabe bleibt Aufgabe der Qualitätssicherung.

Qualitätssicherung in der Zulieferindustrie erzeugt große Mengen strukturierter und unstrukturierter Prüfdaten, deren manuelle Sichtung viel Zeit bindet.

KI-Grundlagen
Prompting
Automatisierung
Lernpfad
Grundlagen & Governance
Praxis-Workshop
Eigene Use Cases
Zertifizierung
Zertifikat erhalten

Vorher/Nachher: Auswertung von Prüfprotokollen

Vorher sichtet die Qualitätssicherung wöchentliche Prüfprotokolle manuell, um Auffälligkeiten und wiederkehrende Abweichungen zu erkennen — rund 5 Stunden pro Woche bei umfangreichen Chargen.

Nachher fasst ein System die Protokolle automatisch zusammen und markiert Chargen mit auffälligen Abweichungsmustern, die Qualitätssicherung prüft gezielt nur diese markierten Fälle — aus 5 werden rund 1,5 Stunden pro Woche.

Beispielrechnung zur Prüfprotokollauswertung

Beispielrechnung: 3,5 Stunden Ersparnis pro Woche entsprechen bei 50 Euro Vollkostensatz rund 700 Euro monatlicher Kapazität — die tatsächliche Zahl hängt vom Prüfvolumen und der Auffälligkeitsquote des jeweiligen Betriebs ab.

Warum die Freigabe menschlich bleiben muss

Qualitätsentscheidungen in der Automobilzulieferung haben oft vertragliche und sicherheitsrelevante Konsequenzen — eine KI kann Muster markieren, die endgültige Bewertung und Freigabe bleibt bei der Qualitätssicherung.

Wann sich das (noch) nicht lohnt

Bei geringem Prüfvolumen oder stark uneinheitlichen, nicht standardisierten Prüfprotokollen ist der Aufwand einer Auswertungsautomatisierung meist höher als der Nutzen.

Einordnung

Wann passt es — und wann eher nicht

Wann passt es

  • Prüfprotokolle liegen in einem einigermaßen einheitlichen, strukturierten Format vor
  • Es gibt ein hohes, wiederkehrendes Prüfvolumen
  • Die finale Qualitätsentscheidung bleibt klar bei einer verantwortlichen Person

Wann eher nicht

  • Prüfprotokolle sind stark uneinheitlich und unstrukturiert
  • Das Prüfvolumen ist gering und unregelmäßig
  • Es besteht die Erwartung, dass die KI die Qualitätsfreigabe automatisch übernimmt

Haben Sie Fragen zum Thema?

Wir helfen Ihnen, den nächsten konkreten Schritt für Ihr Unternehmen zu finden.

Alle Wissen-Artikel

Nächster Schritt

Bereit für Ihre KI-Infrastruktur?

Nextise begleitet Sie von der ersten Analyse bis zur produktiven Lösung. In 6–10 Wochen einsatzbereit.

Franz Nkemaka
Geschäftsführer Nextise GmbH

Lassen Sie uns gemeinsam über Ihre KI-Transformation sprechen

Stuttgart, Königstrasse 10C